Malerei von Helen Grossmann

Gedanken zu den Arbeiten

Ob vage erinnerte bzw. erfundene Landschaften, fragmentarische Eindrücke oder „Phantasien“ aus der Pflanzenwelt – es geht bei meiner gestalterischen Arbeit weniger um ein „korrektes“ Abbild, sondern vielmehr um das Erzeugen einer Atmosphäre, einem gefühlsmässigen Erleben von Raum, Dynamik, Rhythmus, von Chaos und Ordnung, welches durch meine natürlichen Umgebung inspiriert wird. Die figurativen Elemente, welche diese Malerei an einen „realen“ Raum binden, sind nicht immer gleich klar erkenn- und definierbar, aber doch spürbar. Oft bleibt etwas Mysteriöses, das in einigen Arbeiten durch den dunklen Hintergrund noch verstärkt wird, da ein Teil der „Szene“ verborgen bleibt und nur erahnt werden kann.

Bei den meisten Arbeiten bewege ich mich in dem kleinen Zwischenbereich zwischen Figuration und Abstraktion, denn in der Ambivalenz bei der Wahrnehmung scheint mir ein besonderer Reiz zu liegen. Das Hin- und Herpendeln zwischen dem Figurativen, Räumlichen und dem Abstrakten, oft Musterhaften regt die Phantasie des Betrachtenden an und lädt ihn ein, das Bild nach seinen eigenen inneren Vorstellungen fertig zu gestalten.

Auch bei den figurativeren Arbeiten wie z.B. der Kerzen- und der Biophilia-Serie sind es immer v.a. die abstrakten Qualitäten, die mich faszinieren und motiviert haben, mich auf das entsprechende Motiv einzulassen. Über die oft dichten, lebendigen Muster sollen Qualitäten wie Fülle, Reichtum und Entfaltungskraft ausgedrückt werden.

 

Juni 2016 -> zu den Arbeiten